Vom Projekt zur Betriebsreife

Rechenzentren erfolgreich in Betrieb nehmen: Vom Projekt zur Betriebsreife

  

Erfolgsfaktoren für gelungene Installationsprojekte

Installationsprojekte im Rechenzentrum enden nicht mit der letzten verlegten Leitung oder dem abgeschlossenen Funktionstest. Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg ist, dass die Übergabe an das Betriebsteam strukturiert, dokumentiert und nahtlos erfolgt. Dazu gehört nicht nur die termingerechte Fertigstellung der Arbeiten, sondern auch eine umfassende Dokumentation sowie die Planung für Wartung und Service.

In diesem Interview gibt Samuel Premkumar, Senior Executive für Services bei Rosenberger OSI, Einblicke, wie solche Übergänge in der Praxis organisiert werden und worauf es ankommt, damit der Rechenzentrumsbetrieb von Anfang an reibungslos läuft.

Inhaltsverzeichnis:

  

Wie erfolgt die Übergabe der installierten Infrastruktur an das Operations-Team?

Die Übergabe der installierten Infrastruktur an das Operations-Team erfolgt in mehreren klar strukturierten Schritten. Während des Projekts können kleinere Teilabnahmen erfolgen, um sicherzustellen, dass einzelne Abschnitte der Installation den Anforderungen entsprechen. Diese Teilabnahmen bieten eine Möglichkeit zur frühzeitigen Fehlererkennung und Korrektur.

Am Ende des Projektes wird dann eine Gesamtabnahme mit dem Kunden durchgeführt. Dabei wird die gesamte installierte Infrastruktur überprüft und von allen Parteien – einschließlich des Kunden – abgenommen. Jede Abnahme wird protokolliert, um einen klaren Nachweis über die durchgeführten Prüfungen und die Qualität der Arbeit zu haben.

Die zugehörigen Messprotokolle können entweder elektronisch abgerufen oder auf Wunsch auch in Papierform übergeben werden, je nachdem, welche Form der Dokumentation der Kunde bevorzugt. Diese Übergabe stellt sicher, dass das Operations-Team alle notwendigen Informationen erhält, um die Infrastruktur ordnungsgemäß zu betreiben und bei Bedarf schnell auf etwaige Probleme reagieren zu können.

  

Welche Dokumentationen werden für das Betriebspersonal bereitgestellt?

Die Art der Dokumentationen hängt maßgeblich davon ab, was der Kunde sich wünscht und welche Anforderungen er an die Infrastruktur stellt. Als Standard bieten wir jedoch verschiedene Dokumentationen an, die das Betriebspersonal unterstützen:

  • Verlegpläne: Diese Dokumentation zeigt die genaue Verlegung der Kabel und hilft dabei, die Infrastruktur nachzuvollziehen und bei Bedarf Wartungsarbeiten gezielt durchzuführen.
  • Kabelspinnen: Eine weitere Option ist die Bereitstellung einer Kabelspinne, die eine visuelle Darstellung der Kabelverbindungen und -strukturen bietet.
  • Portbelegungsplan: Dieser Plan enthält alle relevanten Informationen zu den einzelnen Ports, einschließlich der Schrank-ID, HE (Höheneinheit) und Port-Angaben. So kann das Betriebspersonal genau nachvollziehen, welcher Port mit welchem Gerät verbunden ist und wie die Verkabelung organisiert ist.
  

Welche langfristigen Wartungs- und Servicepläne werden nach der Installation etabliert?

Die langfristigen Wartungs- und Servicepläne nach der Installation sind bei Rosenberger OSI sehr individuell gestaltet, da wir unseren Service an die jeweiligen Kundenbedürfnisse anpassen. Besonders im Rechenzentrumsumfeld bieten wir eine Vielzahl an maßgeschneiderten Wartungs- und Serviceleistungen, die auf die spezifischen Anforderungen des Kunden abgestimmt sind.

Ein zentraler Bestandteil ist die Übernahme von Service Level Agreements (SLAs), die vordefinierte Kennzahlen und Reaktionszeiten zur Entstörung festlegen. Diese SLAs garantieren eine klare Vereinbarung hinsichtlich der Performance und Reaktionsgeschwindigkeit bei auftretenden Störungen.

Darüber hinaus bieten wir Personalbereitstellung, um einen effizienten Betrieb zu gewährleisten, sowie Planungsdienstleistungen für zukünftige Erweiterungen oder Anpassungen der Infrastruktur. Je nach den Anforderungen des Kunden können auch Bereitschaftsdienste vereinbart werden, um eine schnelle Reaktion auf etwaige Probleme sicherzustellen.

All diese Leistungen werden vertraglich festgehalten, um Transparenz und Planungssicherheit für den Kunden zu gewährleisten.

  

Im Interview:
Samuel Premkumar, Senior Executive für Services

Samuel Premkumar ist Projektleiter und Führungskraft bei Rosenberger OSI und verantwortet den strategischen Aufbau der europäischen Serviceorganisation. Basierend auf in Deutschland erfolgreich etablierten Organisationsstrukturen gestaltet er die europäische Ausrichtung von Servicebetrieb, Geschäftsentwicklung und Kundenstrategien. In dieser Rolle prägt er maßgeblich die Weiterentwicklung von Rosenberger OSI – zu einem ganzheitlichen Lösungsanbieter und einem serviceorientierten Partner für digitale und KI-Infrastrukturen.

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